Das Lied von der gekränkten Eitelkeit

Ich glaub‘, Ich muß mal austreten

Oder mich übergeben…

oder..

Auf französisch hieße es, nicht ganz so elegant   “ Ça me fait chier“…

und der Gewinner der prall gefüllten Porzelanschüssel iiiist:

*oder handelt es sich hier vielleicht sogar um den von Augustinus gemeinten Eimer Dreck???*

Meine Eine höchst selbst


Einer meiner Leser der mich in einer Rezension eines meiner Artikel als ziemlich debil darstellte, muß  wohl den Tatsachen recht nahe gekommen sein…

Selbst nach vergeblichem Versuch xy mich einzubringen, hatte ich nicht begriffen, daß in dieser Gemeinde kein Platz für mich ist…Jeglicher mit meinen beschränkten Möglichkeiten unternommene Versuch „da rein zu kommen“ ist wohl zum scheitern verurteilt…

Obwohl sowohl Meldeadresse als auch Intension , Motivation , Disposition,Indikation und Konfirmation meines Verständnisses nach stimmten…

Die Tatsache,  daß ich schon rein Optisch immer wieder gegen eine Wand knalle- so bald ich meinen  Blick aus dem Fenster richte, wird hinsichtlich jeglicher Weitsicht, jeden Aus- oder Durchblicks mein Streben durch  ein Abprallen an den dumpfen Steinmauern eines  klerikalen Prunkbaus jäh gebremst,und genau so verhält es sich mit der Integration in dieser Gemeinde…-Scheint mich jeglicher Einsicht unzugänglich zu machen…Dunkle Aussichten

Offenbar spreche ich eine einsame Sprache… Spräche ich doch in Engelszungen, so hätte wenigstens ich was davon(1Kor14,4)

Über die Jahre ,rückblickend, sollte ich gelernt haben,daß die Worte und Ausdrücke:“Na klar“,“tolle Idee“,gern genommen auch :“Kein Problem“ oder „Das läßt sich Problemlos,kurzfristig und/oder Spontan machen“als Beispiele für „Sinnentlehrt“ im Brockhaus stehen müßten…

Sehr gefährlich und im inflationären Gebrauch auch: „Machen ‚ se mal“…

Da fallen mir prompt die Worte eines Ausbildungsbeauftragten ein, der bezüglich meiner Aufnahme auf die Studierendenliste Worte fallen ließ wie:“Machen sie sich keine sorgen“,“Ich setze mich für sie ein“,“Ich sehe da keinerlei Probleme“(Ich stand kurz vor der Prüfung zur Zulassung zum Hochschulstudium-Die ich auch bestand-und hätte bei Zweifel oder Ablehnung mich noch für einen anderen Studiengang dieser oder ähnlicher Richtung hätte prüfen lassen können)

Nun nach einigen Wochen bekam ich meine Bewerbungsunterlagen nebst 4 zeiliger Ablehnung zurück.Eine-sagen wir es euphemistisch- verwunderte Nachfrage meinerseits blieb so unfruchtbar wie..äh! die Steine oben erwähnten Prunkbaus.

Da saß ich denn nun mit einer Zulassung zum Studium der Theologie die mir so viel Nutzen bringen sollte wie…ähm! Dem Augias das Ausmisten seiner Ställe .

Was meint „Gute Idee, schreiben sie doch einen Artikel möglichst mit Bildern,der kommt denn in den Gemeindebrief“

eigentlich genau???

Mir doch wurscht wie du Deine Zeit verplemperst? …Beschäftigungstherapie?

Da ich ja bekanntlich sehr viel Zeit habe meine schubweise auftretende Paranoia zu hegen und zu pflegen, wähne ich auch ansatzweise,tendenziel und sogar eher andere „Kräfte“ dahinter…Vielleicht mag ich auch einfach den Gedanken , ich könnte meine Sympatien falsch verteilt haben ,nicht

die Kirche macht mich zum Zweifler…Huch!wie Schizophren!!!!

Mea culpa, mea culpa mea maxissima culpa…?

Denn ich habe wohl nicht den rechten Glauben, dünkt mir…schwerwiegender Fehler das

Bekehrt mich eines besseren…Leute ,das ist nicht schwer…Ich bin ja so Leichtgläubig

Ich glaub‘ ich muß denn mal austreten

War das jetzt

a:  Ironisch

b:  Sarkastisch

c: sardonisch…?

dem geneigten Leser sei’s überlassen zu entscheiden….

_________________________________________________________________________

Das war: FRUST

frustmaus

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3 Gedanken zu „Das Lied von der gekränkten Eitelkeit

  1. Ach anne…Das habe ich mir gleich gedacht , daß Du den Kommentar gut findest als ich ihn heute morgen gelesen habe:-))))

    Fand ich aber auch….Würde ich aber nicht immernoch was zu lachen finden in dem allen…würde ich vermutlich gar nicht mehr schreiben…
    Den Hiob schreib ich mir auf…

    LG Anouk

  2. Hallo Andre,
    ich kenn Dich nicht, aber ich wollte Dir sagen, dass ich Dir voll zustimme.
    Viele Grüße an euch Beide – liebe Anouk an Dich auch, ich schreib noch (tauche gerade erst wieder aus Knopflochbergen auf…)

    Anne

  3. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“ würde man da glatt sagen. Also wohl eher Punkt b(sarkasmus) zuzuordnen?
    Aber merke Dir: Es gibt zwei große Enttäuschungen im Leben: Wünsche, die sich nicht erfüllen, und Wünsche, die sich erfüllt haben 😉

    Eher anzuraten, weil der Materie näher: „Vielleicht brauchen Segen eine längere Zeit zu ihrer Erfüllung als Flüche“ (Buch Hiob) ^ö^

    Die einen bedauern ihr Leben und die anderen packen es an. Mensch lass Dich nicht hängen und häng Dich auch nicht an den Unzulänglichkeiten der Anderen und der Institutionen auf. Wenn Dich der eine Verein nicht will, dann mach selber einen auf. Du musst ja nicht direkt eine neue Religion gründen aber eine freie, lockere Interessensgemeinschaft mit offenen Zielen und klaren Worten findet eher ihren Zulauf als der Versuch, sich durch enge, verkrustete Schalen zu zwängen, mit dem Risiko mitten im Weg steckenzubleiben.

    Wende Deinen Blick nicht nach vorne, wo er an den Mauern der Starrheit abprallt sondern in Dein Inneres, wo der Geist und die Gedanken noch frei sind 😉 Und irgendwann wirst Du dann sehen, wo Dein wirkliches Ziel liegt.

    So schließe ich mit den Worten:
    „Frust ist, wenn einem mehr im Kopf herumgeht, als darin Platz hat“ *gg*

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